Zweimal Gold und einmal Bronze in Leverkusen

Karlsruhe. (ver) - Im Stadion der Leichtathletikhochburg Bayer Leverkusen fanden am vergangenen Wochenende die Deutschen Meisterschaften der U23 statt. Bei guten Wetterbedingungen waren dort auch etwa 20 LGR-Athlet/innen in Einzeldisziplinen und/oder in den Staffeln mit von der Partie.

Erfolgreichster Karlsruher Athlet war dabei Christoph Kessler. Man könnte sagen erwartungsgemäß lief der als Titelverteidiger und bereits mit der U23-EM-Norm ausgestattete Favorit zur Goldmedaille über 800 Meter. In 1:50,43min ließ sich jedenfalls der Top-Mittelstreckler, der am nächsten Wochenende die deutschen Farben bei der Team-EM in Lille tragen wird, die Butter nicht vom Brot nehmen und konnte sogar noch einige Körner für seinen drei Stunden später anstehenden Auftritt in der 4x400 Meter-Staffel sparen. Dort gelang ihm schließlich zusammen mit Marvin Hock, Timo Koch und Pascal Kleyer eine echte Überraschung: Das Quartett sprintete zu neuer U23-Kreisrekordzeit von 3:17,03min und damit zum nationalen Juniorentitel!

Ebenfalls über Edelmetall freuen durfte sich Felix Wammetsberger über 1.500 Meter. Der in Topform aus den USA zurückgekehrte Mittelstreckler, der bereits in Regensburg vor Wochenfrist seine Leistungsfähigkeit demonstriert hatte, lief in 3:55,31min zu Bronze.

Starke fünfte Plätze belegten Clio Gausmann und Christoph Wallner. Die U20-Athletin Clio schleuderte den Speer auf 46,96 Meter und lag am Ende auch gegenüber der älteren Konkurrenz nur knapp zwei Meter hinter der Bronzemedaille zurück. Christoph steigerte sich über 3.000 Meter Hindernis nach einem beherzten Auftritt auf schnelle 9:14,79min.

Zu Rang sechs reichte es schließlich für Maike Anstett, die im Dreisprung überzeugen konnte. Mit 12,59 Metern verbesserte sie ihren erst kürzlich aufgestellten Kreisrekord für die U23-Klasse und die Frauen nochmals um gute 40 Zentimeter.

Höhenjäger Vincent Hobbie erreichte im Stabhochsprung zum dritten Mal in Folge die 5,10 Meter und belegte damit in einem hochklassigen Feld Platz sieben.

Zu Rang acht reichte es schließlich für Lena Knirsch, die über 3.000m Hindernis in 10:52,76min im Ziel einlief. Dabei lag sie direkt vor ihren Mannschaftskolleginnen Johanna Flacke (10:55,84min), die als U20-Athletin ein Top-Debüt über die lange Hindernis-Distanz feierte, und Amélie Svensson (11:02,80min).

LGR-Siegervideos unter https://www.youtube.com/watch?v=5de-OqVBM84&list=PLvfcOjrYDJhpEGOQnQDMGCxpWasmTxuDG&index=25

und https://www.youtube.com/watch?v=g37o8RZKJF8&list=PLvfcOjrYDJhpEGOQnQDMGCxpWasmTxuDG&index=43

Ergebnisse: https://www.dlv-xml.de/Storage/EventFiles/17L00000001005101/92527.pdf

Mit freundlicher Genehmigung von Frank Gausmann