Verpatzter Start lässt Medaillenträume platzen

Remchingen. (ver) - Die Weltmeisterschaften in Südafrika waren zwar nicht das große Jahresziel von Simon Gegenheimer, dennoch wollte der Zweitplatzierte des Sprint-Weltcups auch in Pietermaritzburg eine gute Vorstellung abliefern und um die Medaillen kämpfen.

Die Form war da, das zeigte der Remchinger in den letzten Wochen vor der Weltmeisterschaft, als er sowohl den Drittplatzierten Tschechen Halzer als auch den Weltcup-Führenden Österreicher Federspiel bezwingen konnte. Die Rennstrecke in Südafrika war absolut WM-würdig. Sprünge, Steinpassagen, steile Anstiege  und auch genügend Überholmöglichkeiten boten die perfekte Bühne für großen Mountainbikesport und so waren Gegenheimer, Fumic und auch der Rest der Nationalmannschaft heiß auf die Rennen. Der Zeitlauf war für Gegenheimer reine Formsache und so qualifizierte sich der 25-Jährige mit einigen Sicherheitsreserven für das Achtelfinale der besten 32. Auch im Achtelfinale selbst fuhr er souverän von vorne und hatte nach eigenen Angaben alles im Griff: „Ich habe mich optimal vorbereitet gefühlt für dieses Rennen. Die Anstiege waren sehr gut für meinen Antritt und so konnte ich meine Gegner von vorne kontrollieren“, so Gegenheimer.  Doch selbst als Deutscher Meister ist man nicht fehlerfrei, denn es war Gegenheimers eigene Schuld, dass er im Viertelfinale ausscheiden musste. Am Start rutschte er mit dem Hinterrad weg, Grund dafür war eine nicht optimale Sitzposition, sodass ihm der Druck auf dem Hinterrad fehlte. Gegenheimer ging mit gut 10 Metern Rückstand auf die Verfolgungsjagd. Er kam zwar noch bis auf 50 Zentimeter heran, doch diese fehlten ihm eben, um in das Halbfinale zu gelangen. Ein enttäuschter deutscher Meister nahm gleich im Ziel Stellung zu seinem Fahrfehler. „Ich hab mich so sehr auf das Treten konzentriert, dass ich gar nicht bemerkt habe, dass ich viel zu weite über dem Lenker lag. Dann fehlt natürlich der Druck auf dem Reifen und vorbei war es. Bis zur nächsten WM sollte das noch mehr als Automatismus ablaufen oder mein Mechaniker muss mir einen Spoiler an mein Bike bauen“, so der Deutsche Sprintmeister. Auch für den 18-jährigen Birkenfelder Joshua Barth lief die WM nicht optimal. Er startete als amtierender Deutscher Juniorenmeister beim Downhill-Rennen, doch die Strecke lag ihm absolut nicht. Seine Stärken liegen in steilen Abfahrten und Sprüngen, doch für die langen Tretpassagen auf der WM-Strecke fehlten ihm die Kraft und Kondition, um ganz vorne mitzufahren. Er belegte Platz 42 im Gesamtklassement der Junioren-WM.   

 

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Simon