Souveräne Knielinger trotzen der Verletzungsmisere

Neuenbürg. (ver) - Auch ohne mehrere Stammkräfte gewann der TV Knielingen gegen den Tabellenletzten deutlich mit 31:23 (17:9).

Die Hiobsbotschaften nahmen für den Knielinger Trainer Tobias Job scheinbar kein Ende. Inzwischen ist gefühlt die halbe Mannschaft, mit der er die Saison aufnahm, verletzt und kann nicht eingesetzt werden. Improvisation heißt also seine besondere Aufgabe, die er mit einer Mischung aus Stamm- und ehrgeizigen Nachwuchskräften meistert. Diesmal musste sogar Co-Trainer Marco Hägele sich wieder das Spielertrikot überziehen. Auf diese Situation angesprochen erklärt Job: „Das ist ja auch eine große Herausforderung für mich als Trainer. Meiner Mannschaft kann ich ein großes Kompliment machen. Denn egal wer auf der Platte steht, die Jungs geben immer alles.“ Die Einsatzbereitschaft seiner Aktiven konnte Tobias Job auch gegen den Tabellenletzten aus Neuenbürg beobachten. Garant für den klaren Heimsieg war einmal mehr die Defensive des TVK. Immer wieder wurden Bälle stibitzt und erfolgreiche Gegenstöße angesetzt. Auch im Offensivspiel ließ man an diesem Tage nur wenige Wünsche offen. Allerdings fiel der Widerstand der Gäste eher begrenzt aus, was die TVK-Angreifer leidlich zu nutzen verstanden.

 

Nach 17 Spielminuten hatten die Fächerstädter vier Treffer Vorsprung (9:5). Mit dem 13:7 waren es bereits sechs. Gestützt auf den guten Florin Panazan im Kasten baute man die Führung bis zur Pause auf 17:9 aus, was durchaus schon einer Vorentscheidung gleichkam. Im zweiten Spielabschnitt leisteten sich die Knielinger zwar den Luxus die ein oder andere gute Wurfmöglichkeit auszulassen, der Erfolg in diesem Spiel geriet aber nie in Gefahr. Zwischenzeitlich lagen die Knielinger mit neun Toren vorn (21:12, 35. Min.) und durften in der Folge den Vorsprung auch einmal verwalten, was dem Knielinger Trainer die Möglichkeit gab die Einsatzzeiten für den Nachwuchs im Team zu vergrößern.

 

TVK-Coach Job bekannte nach dem Schlusspfiff. „Vor dem Spiel hatte ich schon etwas Bauchweh, aber die Jungs haben das heute gut gelöst. Wenn man bedenkt, wer alles heute gefehlt hat, war es eine sehr gute Leistung. Mit etwas mehr Widerstand des Gegners hatte ich aber schon gerechnet.“

 

TV Knielingen: Sascha Helfenbein (Tor), Florin Panazan (Tor), Marco Hägele, Timo Bäuerlein (8/2), Mike Sauer (3), Tobias Duthweiler (6), Nicolai Weis (1), Tim Miler, Julian Oberst (2), Fabian Meinzer (6), Sven Walther (5), Jochen Rabsch.

Mit freundlicher Genehmigung von Thomas Holstein