Radsportexperte und Eurosport-Kommentator Karsten Migels im Interview

Bereits seit über zehn Jahren berichtet Karsten Migels von den großen Ereignissen des Radsports für den Sender Eurosport. Der frühere deutsche Querfeldeinmeister ist mittlerweile in Karlsruhe-Durlach wohnhaft und setzt sich auch für den regionalen Radsport ein. So war er im vergangenen Jahr der Initiator des City-Cross-Rennens in der Karlsruher Günther-Klotz-Anlage. Das PfoKa-Team hatte das Vergnügen und durfte mit dem TV-Journalisten ein Interview führen.

PfoKa: Auf Wikipedia findet man einen Eintrag von Dir, dass dein ehemaliger Fußballtrainer gesagt haben soll - „Hier hast du fünf Mark such dir lieber eine andere Sportart “ - stimmt das? Kamst du deshalb zum Radsport?

Migels: Stimmt. Ich habe damals Fußball gespielt. Saß jedoch mehr auf der Bank, als dass ich auf dem Platz gespielt hätte. Und dann kam wirklich unser Trainer zu mir und sagte: Hier hast du 5 Mark, such dir bitte einen anderen Sport. Ein Klassenkamerad von mir, Christian Siegel, ist damals beim RVC Reute Rad gefahren und irgendwie hat sich das dann so ergeben. Er meinte: „Mensch, schau doch mal beim Radsportverein vorbei“. Ich bin in diesem Winter mit ihm zum Hallentraining gegangen. Ich brannte damals eigentlich darauf mit einem Rennrad meine ersten Touren zu machen, aber durch die Winterzeit verschob sich das ganze dann bis zum Frühjahr. Mir hat das aber alles soviel Spaß gemacht, dass ich beim Radsport hängen geblieben bin.

PfoKa: Du warst also nicht familiär durch Vater, Mutter oder Bruder vorbelastet?

Migels: Nein, gar nicht. Mein Vater hat früher selber einmal Fußball gespielt, daher habe ich wie viele andere Kinder auch den Weg zum Fußball genommen. Aber Rennrad ist bei uns in der Familie niemand gefahren.

PfoKa: Was waren die größten Erfolge im Laufe deiner Radsport-Karriere?

Migels: Ich war 1982 Deutscher Meister, war WM-Neunter, (Anmerk. der Redaktion: Im Querfeldeinsport), und außerdem war ich einige Jahre in der Nationalmannschaft. Ich war mehrmaliger Badischer Meister in allen möglichen Disziplinen. Auf der Bahn, im Gelände und natürlich auf der Straße.

PfoKa: Du bist im Nationalkader gefahren. Gab es Ambitionen Profiradsportler zu werden?

Migels: So weit ich mich erinnern kann, war der Traum immer da. Nur damals war es noch nicht so einfach Profi zu werden, dass sage ich zumindest heute. Es gab damals noch nicht wie heute die Einheitslizenz, so dass es etwas schwieriger war vom Amateurlager in das der Berufsradfahrer zu wechseln.
Aber sicher hatte ich Ambitionen...

Ich hatte zwei große Vorbilder: Das waren Sean Kelly und Greg LeMond. Ich hatte 1984, zu dieser Zeit stand ich kurz vor der Abschlussprüfung zum Bürokaufmann, einen Radunfall. Genau einen Tag vor der Prüfung bin ich noch ein Radrennen gefahren, das ich wegen der Sturz- und der damit verbundenen Verletzungsgefahr nicht bestreiten wollte. Wird schon nichts passieren dachte ich und schon lag ich auf der Straße. Der Unfall passierte, als ich zu einer Spitzengruppe auffahren wollte, ich kam aus einer 90°Grad-Kurve und prallte frontal gegen ein Auto. Ich hatte die Schulter und sechs Rippen gebrochen und das schlimmste war ein Lungenriss. Dadurch landete ich erst einmal im Krankenhaus und die Prüfung sowie die Saison waren gelaufen. Das alles fand relativ früh statt, so ungefähr Mitte Mai. Für mich war das aber der Anfang vom Ende. Ich hatte mir schon immer gesagt, wenn ich nicht die Möglichkeit habe, mit dem Radsport Geld zu verdienen, dann höre ich auf. Das Problem war, dass es zum damaligen Zeitpunkt noch die Qualifikationsrennen für die Sportfördergruppe der Bundeswehr gab. Das bedeutete, man musste während eines Jahres eine gewisse Anzahl an Wettbewerben bestreiten, um Punkte zu sammeln. Und nur durch eine bestimmt Anzahl an Punkten, bestand die Möglichkeit in die Sportfördergruppe der Bundesehr zu kommen. Durch den Unfall war ich bei keinem Rennen mehr am Start, hatte somit keine Punkte und kam infolge dessen nicht in die Sportfördergruppe.

Ich sagte mir: Keine Sportfördergruppe, also hat sich das Thema Profi-Radsport für dich erledigt. Somit war es eigentlich vorbei. Trotz allem wollte mich mit Olympia Dortmund -für die damalige Zeit der beste Verein Deutschlands- noch unter Vertrag nehmen, aber durch interne „Kämpfe“ in meinem Verein erhielt ich keine Wechselmöglichkeit und damit hatte sich der Radsport für mich endgültig erledigt. Ich bin noch einige kleinere Rennen gefahren, aber das war es dann.

PfoKa: Dann hat quasi die damalige Vereinspolitik deinem Wunsch entgegengewirkt?

Migels: Na sicher.

PfoKa: Wie sieht es mit der aktuellen Entwicklung im deutschen Radsport aus? Momentan bewegt sich ja vieles von der Vereinsebene zur Jedermann-Szene hin. Findest du diese Entwicklung eher positiv oder negativ?

Migels: Auf der einen Seite sehe ich das schon positiv. Dieser allgemeine Trend, dass die Leute ein bisschen von den Vereinen weggehen, unabhängiger sein möchten ist ja nicht nur ein Problem des Radsports. Diese Entwicklung gibt es bei jeder anderen Vereinssportart auch. Für den Radsport wirkt sich diese Tendenz fördernd aus. Die Leute beschäftigen sich mit dem Thema, gehen Fahrrad fahren und das ist doch das wichtigste überhaupt.

Pfoka: Manche Veranstaltungen finanzieren sich teilweise sogar durch Jedermänner...

Migels: Ja natürlich. Die Cyclassics in Hamburg sind ein gutes Beispiel. Ich würde sogar sagen, wenn in Hamburg dieses Jedermann-Rennen nicht mit über 22000 Teilnehmern stattfinden würde, dann gäbe es das Profi-Rennen auch nicht mehr. Ganz bestimmt. Aber das ist auch in anderen Sportarten auch so. Das ist normal und gehört wohl zur Gegenwart.

PfoKa: Was macht für dich der Querfeldeinsport im Gegensatz zum Straßenradsport aus?

Migels: Der Querfeldeinsport ist kurzweilig und eine sehr athletische Sportart. Und daher auch für den Zuschauer absolut interessant. Im Vergleich zum Straßenradsport bist du viel häufiger präsent, da fährst du nicht von A nach B und der Zuschauer sieht dich nicht nur einige Sekunden. Beim Crossrennen da fahren sie alle - ob Profis, Frauen oder Nachwuchsfahrer - einen kleinen maximal 2,5 Kilometer langen Rundkurs und sind somit viel häufiger zu beobachten.

PfoKa: War dies der Grund im vergangenen Jahr ein City-Cross-Rennen in Karlsruhe zu veranstalten?

Migels: Das war einer der Gründe. Wer die Geschichte nicht kennt: Ich bin mit meinem Bekannten Peter Görres durch die Günter-Klotz-Anlage gefahren und kamen spontan auf die Idee dort ein Rennen stattfinden zu lassen. Da ich selber das „Crossgen“ in mir trage, lag es nahe selbst so ein Rennen zu organisieren.

PfoKa: Der ehemalige Sportbürgermeister von Karlsruhe hat gemeint, dass man in naher Zukunft die Deutsche Meisterschaft nach Karlsruhe holen müsste?

Migels: Leider entspricht das nicht mehr der Realität. Vom Gemeinderat Karlsruhe haben wir für dieses Jahr eine Absage erhalten. Das Rennen soll nicht mehr durchgeführt werden. Der Verein (RSG Karlsruhe) hat das Rennen beantragt und es wurde vom Gartenbauamt kategorisch abgelehnt. Es gab direkt nach der Veranstaltung im letzten Jahr eine Streckenbesichtigung und die Begründung gegen das Rennen lautete: Das Rennen würde die Anlage beschädigen, sie kaputt machen dem Ansehen der Anlage schaden. Wir haben natürlich sofort interveniert. Wir sind bis zum Gemeinderat vorgedrungen, doch es wurde immer wieder aufs Neue abgelehnt.

Im Juli fand „Das Fest“ statt und wir sind im Anschluss eher durch Zufall durch die Anlage gefahren und haben sie dann in Augenschein genommen. Katastrophal, schlimmer geht es gar nicht. Nun haben wir noch einmal an den Oberbürgermeister und an Herrn Wellenreuther appelliert. Man muss dazu sagen, dass Herr Wellenreuther unser Vorhaben unterstützt, doch von OB Fenrich kam nur eine erneute Absage.

Es kann doch nicht sein, dass ein kleiner Verein, der sich mit einer Radsportveranstaltung um den Nachwuchs und die Jugend in der möchtegern Fahrradstadt Karlsruhe bemüht, der etwas bewegen möchte, quasi ohne die geringste Diskussionsbereitschaft der Stadt eine Absage erhält. Es versteht doch kein Mensch, dass auf der einen Seite „Das Fest“, dass hunderttausende von Euro kostet und die Anlage für komplett ruiniert, vom Gemeinderat genehmigt und auf der anderen Seite unsere kleine Radsport-Veranstaltung abgelehnt wird.

PfoKa: Haben die deutschen Medien eine Mitschuld, wenn über den Radsport nur im Zusammenhang mit dem Thema Doping berichtet wird?

Migels: Natürlich kann man den Medien eine Mitschuld geben. Das betone ich auch immer. Ganz bestimmt, denn viele Journalisten haben aus nicht ganz erklärlichen Gründen dazu beigetragen das der Radsport da steht wo er steht. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass der Radsport auch selbst Schuld an seiner aktuellen Situation hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten hat der Radsport deutlich besser Anti-Doping-Kontrollen, hat als einer der ersten Sportverbände überhaupt einen Blutpass für Sportler eingeführt. In anderen Sportarten (z.B. Fußball) ist der Blutpass und damit die Möglichkeit Unregelmäßigkeiten im Blut, der erste Anhaltspunkt für Doping, zu erkennen immer wieder abgelehnt worden. Aber der Radsport hat keine Lobby und bringt den Kommunen und dem Staat kein Geld.

PfoKa: Wie siehst du die weitere Entwicklung des deutschen Profiradsports?

Migels: Da Milram sein Engagement zur neuen Saison zurückgezogen hat, wird es künftig für den deutschen Radsport schwierig werden. Das ist vor allem für den Jugend- und Juniorenbereich extrem schade, da es dort besonders vielversprechende Talente gibt. Hoffnung macht das Team NetApp. Dieses wird in der kommenden Saison wieder vorwiegend auf deutsche Nachwuchsfahrer setzen.

PfoKa: Wie kamst du dazu eine Karriere als Reporter einzuschlagen?

Migels: Dies ist mehr durch Zufall passiert. Als ich noch selbst Rad fuhr, habe ich im Training immer ein bisschen kommentiert, z.B. bei Fahrten über Kopfsteinpflasterpassagen meinen heutigen Kollegen Hans Jucker aus der Schweiz imitiert. Dann fiel 1992 ein Moderator beim Mountainbike-Weltcup in Kirchzarten/Freiburg aus. Ich habe den Veranstalter darauf aufmerksam gemacht, dass ich gerne einmal moderieren würde. So habe ich im August `92 mein erstes Rennen moderiert. Ich hatte aber nicht wirklich viel Ahnung. Dadurch hatte ich aber die Chance, im Anschluss mehrere nationale Mountainbike-Rennen zu moderieren. Das war jedoch brotlose Kunst und ich beendete meine „Moderatorenkarriere“ im MTB-Bereich wieder. Bis ich im Mai 1997 für Eurosport als sogenannter MTB-Experte mein erstes Rennen kommentierte arbeitete ich im Bereich Marketing.

Durch den Tod des damaligen Eurosport-Kommentator Peter Woydt im Juni 1997 erhielt die Chance neben Tour de Suisse auch die Tour de France zu kommentieren. Das war ein direkter Wurf ins eiskalte Wasser. Ich habe von vielen Zuschauern dann auch heftig Kritik einstecken müssen. Ich hatte keine Ahnung, konnte nicht reden, kannte die Strukturen der Teams und die Rennfahrer nicht wirklich. Im Jahr 1998 erhielten dann Klaus Angermann und Toni Rominger den Vorzug. Ich war dann zweiter Mann, saß zu Hause und habe mir die Übertragungen von Klaus Angermann angeschaut. Währenddessen habe ich mir Notizen gemacht und vieles dazugelernt.

PfoKa: Drei Wochen bei der Tour de France. Welchen Stressfaktor bedeutet dies für dich?

Migels: Wenn man nach drei Wochen von der Tour nach Hause kommt ist man mausetot. Man steht ständig unter „Strom“ und Privatsphäre gibt es in dieser Zeit selten. Normalerweise stehe ich um 6:30 Uhr auf, doch nach der Tour ist das anders, da bin ich bin die ersten Tage einfach nicht wach geworden. Jeder freut sich über das Ende der Tour, es freut sich aber auch jeder auf die Tour im nächsten Jahr und hofft dabei zu sein.

PfoKa: Da benötigt man bestimmt auch ein sehr tolerantes Umfeld

Migels: Aber sicher! Wenn ich nicht eine Partnerin wie Manuela hätte, die meine häufige Abwesenheit und dieses doch recht „ungewöhnliche Leben“ akzeptieren würde, dann würde das alles nicht funktionieren.

PfoKa: Kannst du bei Radrennen immer noch Emotionen aufbauen oder sieht man das mit der Zeit nur als Job?

Migels: Radsportmoderator ist natürlich ein „geiler“ Job. Für diesen muss man einfach dankbar sein. Als ich meine erste Tour kommentierte, diese gewann damals Jan Ullrich, war das natürlich etwas ganz besonderes. Es war anders, weil erstens Jan Ullrich gewann und zweitens weil ich keine Ahnung vom Kommentieren hatte. Aber natürlich ist es noch immer emotional. Man sieht manches aufgrund der Hintergrundinformationen zum Thema Doping differenzierter. Wir bei Eurosport verkaufen ja auch Emotionen. Wir tun dies nicht so „trocken“ wie einige Kollegen. Deshalb sind bei uns wahrscheinlich auch andere, mehr sportlich orientierte Zuschauer als bei den Kollegen der öffentlich-rechtlichen Sender. Mein Eurosport-Kollege Siggi Heinrich z.B. lässt bei Leichtathletik-Veranstaltung seinen Emotionen auch immer freien Lauf. Man muss aber tief in der Materie drin sein und sich für den Sport interessieren. Du solltest auch zwischen einer Tour de France und z.B. einer Polenrundfahrt unterscheiden. Bei den kleineren Rennen kann man nicht ganz so emotional sein, weil es eben „nur“ die Polenrundfahrt ist. Aber wenn ein Profi eine Tour-Etappe gewinnt, merkt man schon, dass Emotionen im Spiel sind. Dadurch macht einem der Job erst richtig Spaß. Ich trage den Radsport hier…. (Anmerkung der Redaktion: Deutet mit der Hand auf sein Herz).

PfoKa: Treibst du selbst noch Radsport?

Migels: Ab und zu steige ich noch aufs Rad. Mein Jahresziel von 3.000 Kilometer habe ich erreicht, im nächsten Jahr werden es hoffentlich noch mehr werden. Es ist aber schwierig nach einer dreiwöchigen Rundfahrt immer wieder mit dem Training neu zu beginnen. Das heißt: Wenn ich Lust habe steige ich aufs Rad und wenn nicht, dann eben nicht. Ich habe hier in Karlsruhe viele Bekannte mit denen ich ab und zu mal fahre. Ich glaube, dass ich mit dem aktiver Sport schon recht viel erreicht habe und daher brauche ich diese Ziele nicht mehr.

PfoKa: Du wohnst in Karlsruhe-Durlach. Was gefällt dir hier?

Migels: Groß geworden bin ich in Reute, eine Gemeinde in der Nähe von Freiburg, wo auch Michael Rich (ehem. Radprofi) zu Hause war. Zuletzt wohnte ich direkt in Freiburg und nun schon seit zwei Jahren in Durlach. Meine Freundin kommt aus dieser Gegend. Da sie beruflich und durch ihren Sohn hier gebunden ist, bin ich hergezogen. Freiburg ist zwar sehr grün, eine absolute Studentenstadt, doch Karlsruhe ist als Studenten- und Beamtenstadt viel offener. Das merkt man bereits nach kurzer Zeit.

PfoKa: Was war dein schönstes und dein peinlichstes Erlebnis im Laufe deiner Moderatoren-Karriere?

Migels: Pauschal kann man das gar nicht sagen. Das Schönste ist natürlich die Tour de France. Das ist der absolute Traum. Du bist froh und glücklich, wenn du nächstes Jahr wieder hinfahren und kommentieren darfst. Eine Tour ist das höchste der Gefühle. Eine Tour de France zu kommentieren, das ganze Spektakel zu erleben, das ist was wo ich sage: Einfach genial und schwierig in Worte zu fassen. Man muss die Tour einmal vor Ort erlebt haben um sich ein Urteil bilden zu können.

Was ich persönlich peinlich finde? Na ja, du moderierst eine Etappenankunft und weißt nicht genau wer der Sieger ist. Aufgrund der schwierigen Kameraeinstellung und schlechter Bildqualität nennt man dann den falschen Fahrer als Sieger. So etwas bereitet mir dann schon einmal eine schlaflose Nacht.

PfoKa: Welche Hilfsmittel stehen dir während eines Rennens zur Verfügung? Wie gehst du beim Kommentieren vor?

Migels: Viele Leute sehen nicht, dass wir ständig am Arbeiten sind. Heute Morgen habe ich schon ein, zwei Stunden recherchiert was es neues in der Radsportszene gibt. Ich kopiere immer wichtige Informationen zu den Fahrern im Internet und speichere diese in speziellen Dateien ab. Ich selbst habe eine Datei mit ca. 2.500 Radsportlern. Dort finde ich zu jedem Fahrer interessante Details. Dies bedeutet natürlich, dass man ständig auf dem aktuellen Stand bleiben muss. Zusätzlich habe ich Dateien über die großen Radrennen und Rundfahrten. Diese Informationen kann ich dann während des Rennens abrufen. Dies erfordert viel Vorbereitungszeit auf die verschiedenen Rennen und auf die Fahrer. Mein Sohn meinte kürzlich, dass ich beim kommentieren mich doch nur hinsetzen und irgendwas erzählen würde. Natürlich, in gewisser Weise hat er ja recht. Jedoch hat man ohne intensive Vorbereitung keine Chance. Müsste ich jetzt z.B. Leichtathletik kommentieren würde das auf keinen Fall funktionieren, da bin ich nicht 100%ig auf dem Laufenden.

PfoKa: Hast du Kontakt mit den Fahrern während der Tour?

Migels: Eigentlich überhaupt nicht. Das ist ja das Komische daran. Man hält sich zwar immer im Zielbereich auf, aber nach dem Rennen sind die Fahrer so kaputt, da sollte man sie lieber in Ruhe lassen. Zumindest halte ich das so. Außerhalb der Rennen halte ich häufig Kontakt mit einigen Fahrern, z. B. mit Fabian Cancellara, Heinrich Haussler, Fabian Wegmann und natürlich mit weiteren deutschen Fahrern. Trotzdem sollte man natürlich eine gewisse Distanz haben und den Sportlern ihre Privatsphäre lassen.

Das Interview führten Johannes Kappler und Stefan Meister

Kommentare

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Radsportreportagen

Herzlichen Dank für die spannenden Kommentare von Sprechern Jean Cloude Leclercq und Karsten Migels.
Wie Sie beide die Übertragung mit Leben erfüllen ist enorm. Bitte noch lange Zeit der Übertragung auf Eurosport mit diesen beiden Kommentatoren.

MOVISTAR MANNSCHAFT

jetzt sind die beiden herren schon jahre dabei und nennen die mannschaft MOVISTAR
immer noch muvistar (englisch MOUVISTAR) richtig ausgesprochen heisst es aber so wie man es schreibt nämlich MOVISTAR das kommt vom spanischen ausdruck MOVIL so werden die handys
in spanien genannt. früher gabs noch telefonica (festnetz) heute läuft beides unter MOVISTAR
und eben nicht MUVISTAR was ja eigentlich FILMSTAR heissen würde
sollen sich doch mal bei valverde erkundigen wie man movistar ausspricht.
wohne selber in spanien und weiss eben was sache ist.

Gast

Die Spanier sprechen es anders aus: Mobi-estar.

Radrennen

Hallo Karsten u. Jean-Claude

Ihr seid einfach Spitze, macht weiter so!!
Ich freue mich schon auf die Rennübertragungen im 2013!!
Beste Grüsse

Isabella aus der Schweiz

Radsport 2012

Vielen Dank weiter so und... Jean Claude ist das Beste was Euch passieren konnte. Ein Radsportler der ein Rennen lesen und kommentieren kann.

Vielen Dank auch an Eurosport, ohne Euch ständen wir Radsportfans im Dunkeln.

Nachdem sich die ARD, Herr Ex-Minister Sch... der Typ aus dem Swimmingpool und Amateurradler und alle Anderen sich " mit Abscheu vom Radsport abgewendet" haben gibts in den öffentlichen nix mehr zu sehen.

Schade für den deutschen Radsport, aber wir sind eben kein Radsportland.

In Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal wäre sowas nicht passiert, das der erste Tour de France Gewinner ( J.U.) so durch den Schlamm gezogen wird.

Karsten Migels

Danke für das interessante Interview.
Ich und mein Mann wünschen Herrn Migels weiterhin viel Erfolg bei EURO-SPORT
und wir freuen uns jetzt schon auf die kommende Radsaison.

Elke und Helmut Baschab

Karsten Migels

Sehr schönes Interview. Danke dafür.
Man spürt das Herzblut für den Radsport bei Karsten Migels.
Für mich zur Zeit konkurrenzlos was Radsportberichterstattung angeht.
Bitte weiter so.
Grüsse aus Berlin
gumo

Tolles Interview! Sehr

Tolles Interview! Sehr interessant! Vielen Dank!

Gruß

René

Klasse

Dem kann ich nur beipflichten!

Schön auch die Info zum City-Cross. Und diese Stadt nennt sich Fahrradstadt...
Ich lach mich tot...

Wünsche dem Gartenbauamt noch viel Spaß beim Wiese reparieren nach dem jährlichen Fest.

Macht weiter so PfoKa!
Andreas