Optimales Teamwork von Gegenheimer und Thum

Remchingen. (ver) - Der Albstadt Bike-Marathon zählt zu den größten und wichtigsten Marathons in Deutschland und bot für das ROSE ultraSPORTS Team, bestehend aus dem Remchinger Simon Gegenheimer und dem Aalener Steffen Thum eine gute Möglichkeit, sich auch mal wieder in Deutschland zu präsentieren.

Auftakt der Veranstaltung war der Citysprint am Freitagabend, wo es 30 Minuten mit Vollgas durch die Albstädter Innenstadt ging. Thum stellte sich am Freitag noch ganz in den Dienst seines Teamkollegen und Deutschen Sprintmeister Simon Gegenheimer. Dieser konnte durch die Unterstützung bis ins Finale vordringen und stand am Ende als Zweitplatzierter gemeinsam mit dem Schweizer Meister Wildhaber und dem Weltcup-Zweiten Halzer aus Slowenien auf dem Podium. „Steffen hat 13 von 15 Runden das Feld kontrolliert und mich optimal in Position gebracht. Ich konnte alles auf die letzten Runden setzen, das war das Erfolgsrezept zu Platz zwei“, so Gegenheimer nach dem Sprintrennen. Tags darauf ging es dann über die lange Distanz, wo Gegenheimer diesmal in die Rolle des Helfers schlüpfte. Der 24-jährige hielt von Beginn an das Tempo sehr hoch, um keine gegnerischen Attacken aus dem Feld zuzulassen. Dies war auf dem unrhythmischen 84 Kilometer langen Kurs sehr wichtig, denn es gab keine allzu langen Anstiege. „Simon hat auf den ersten 50 Kilometern geackert ohne Ende. Ich konnte mich voll auf ihn verlassen und musste auf der ersten Hälfte des Marathons keinen einzigen Meter im Wind fahren“, so Thum zum perfekt funktionierenden Teamwork der Beiden. Erst auf den letzten 30 Kilometern setzte sich die aktuelle Nummer Zwei der Marathon World Serie dann selbst an die Spitze des Feldes. Innerhalb kürzester Zeit bestand die Spitzengruppe aus nur noch fünf Fahrern, doch das waren dem Aalener immer noch zu viele. So drückte er an den kurzen aber steilen Anstiegen immer wieder aufs Tempo und passierte die letzte Verpflegungsstation mit nur noch zwei Konkurrenten. Von da an konzentrierte sich Thum auf den Zielsprint. Letztendlich ging alles perfekt auf und Thum konnte sich auf den letzten 1000 Metern souverän durchsetzen. Sein Wasserträger Gegenheimer kam kurze Zeit später als 11. über die Ziellinie und man sah den beiden Teamkollegen an, dass es in diesem Team keine Rivalität gibt. „Es ist ganz egal, wer von uns beiden gewinnt. Bei uns kann immer nur das gesamte Team gewinnen“, so Gegenheimer. Dagegen bleibt Junioren-Nationalfahrer Daniel Voitl in dieser Saison weiter vom Pech verfolgt. Der deutsche U 17-Meister von 2011 und Vizemeister 2012 lag auch dieses Jahr bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren auf einem guten 4. Platz, doch eine Virusinfektion zwang ihn zur Aufgabe. Mit Till Bönisch landete ein weiterer Fahrer der Remchinger Bike-Riders auf Platz 26.

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Simon