KTV Straubenhardt trifft auf Rekordmeister SC Cottbus

Fabian Hambüchen

Straubenhardt (ver) - Jetzt steht es fest. Die KTV Straubenhardt trifft im DTL-Finale auf den Rekordmeister aus Cottbus.

Während die Nordschwarzwälder mit dem siebten Saisonsieg beim schwäbischen Rivalen TT Stuttgart souverän ihre Spitzenposition verteidigten, glückte dem SC Cottbus mit einem Sieg gegen den Dritten TG Saar ebenfalls der Sprung ins Meisterfinale. Damit kommt es am kommenden Samstag in der Europahalle in Karlsruhe zur erwartet hochspannenden Neuauflage des letztjährigen Finalduells Straubenhardt gegen Cottbus.

Auch wenn der abschließende Saisonwettkampf für die Straubenhardter nahezu bedeutungslos war, präsentierten sie sich dem Stuttgarter Publikum in starker Verfassung. Beim deutlichen 63 zu 10 Auswärtserfolg gegen den Tabellenvierten überzeugten die KTVler laut Grigoriev „mit der besten Saisonleistung“. Dabei setzte der KTV-Trainer nicht an allen Geräten seine erste Reihe ein. So wurde beispielsweise Fabian Hambüchen geschont und nur an drei Geräten eingesetzt. Vielmehr nutzte er den Wettkampf um einige Aufstellungsvarianten zu proben. Welche Schlüsse er daraus im Hinblick auf das Finale zieht, ließ er aber noch offen. Doch vom Auftreten seiner Mannschaft war er selbst beeindruckt „Das ist ein tolles Team. Jeder gibt alles für den Erfolg der Mannschaft. Mit unserer Saisonleistung bin ich bereits jetzt hochzufrieden.“

In ausgesprochen freundschaftlicher Atmosphäre waren die Rollen in der vollbesetzten Hegelhalle in Stuttgart schnell verteilt. Die Gastgeber erwischten einen schwachen Tag und agierten zudem ohne ihren Luxemburger Nationalturner Sascha Palgen. Bereits zur Halbzeit hatte sich Straubenhardt mit 30 zu 3 Punkten in Führung geturnt.

Auf Seiten der KTV blieben bis auf kleinere Unsicherheiten nahezu alle Akteure beeindruckend fehlerfrei. Selbst am Zittergerät Pauschenpferd zeigten sie keine Schwächen. Somit konnte auch lediglich der ehemalige Nationalturner Thomas Andergassen in der ersten Hälfte mit einer stabilen Pauschenpferdübung für Stuttgart punkten. Angeführt von Marcel Nguyen, der mit 19 Punkten bester Punktesammler des Tages war und am Sprung mit der zweithöchsten Tageswertung glänzte, gewann die KTV auch in der Folge alle Gerätewertungen. Fabian Hambüchen, der neben Boden und Sprung auch auf einen Einsatz am Barren verzichtete, punktete ebenfalls in gewohnter Manier. Trotz eines Fehler an seinem Paradegerät Reck kam er auf insgesamt stolze 11 Score-Punkte. Ebenfalls erfolgreich agierte Thomas Taranu, der bis auf einem Unentschieden am Boden all seine Duelle gewann. Dabei übertrumpfte er sowohl an den Ringen als auch am Barren den Olympiateilnehmer Thomas Andergassen. Als nach wie vor eminent wichtiger Turner im Team von Grigoriev hob sich Routinier Sergej Charkov hervor. An den Ringen und am Barren stellte er die Gerätehöchstwertungen auf. Dabei beeindruckte er nicht nur mit schwierigen Elementen, besonders durch hervorragende Haltungsnoten ist er ein zuverlässiger Punktelieferant. Fest eingeplant für das Finale ist auch Marian Dragulescu. Der achtfache Weltmeister stellte am Sprung mit 16,45 Punkten den Tageshöchstwert. Auch Vladimir Klimenko wusste bei seinen vier Einsätzen zu überzeugen. Insbesondere am Pauschenpferd bestätigte er seinen Aufwärtstrend, den er mit einen tollen Flugshow am Reck untermauerte.

Angesichts der besonders in den letzten zwei Saisonwettkämpfen ebenfalls sehr starken Leistung des SC Cottbus, der auch ohne seinen Nationalturner Phillip Boy das Punkteniveau der KTV erreichte, ist wieder mit einem hochspannenden Finalduell zu rechnen. Die Tagesform wird entscheiden. Der Wettkampf in der Karlsruher Europahalle beginnt am 28. November um 14 Uhr.

Mit freundlicher Genehmigung von Jochen Schwenk - KTV Straubenhardt