KTV Straubenhardt im Duell um die Deutsche Meisterschaft

Fabian Hambüchen

Karlsruhe (ver) - Die KTV Straubenhardt hat wieder einmal eine grandiose Saisonleistung hingelegt. Wie im Vorjahr marschierten die Nordschwarzwälder von Sieg zu Sieg und gehen als unangefochtener Spitzenreiter ins Finale. Und wieder heißt der Gegner SC Cottbus. Doch hier soll es nach Wunsch der Straubenhardter mit den Parallelen zum Vorjahr enden. „Die Mannschaft ist unglaublich heiß auf den Titel. Sie will den Sieg.“ erzählt Trainer Grigoriev. Doch gerade durch die letztjährige Niederlage haben sie gehörigen Respekt vor dem Rekordmeister aus Cottbus.

Alle erwarten ein packendes Duell, auch die Fans fiebern dem Großereignis in der Karlsruher Europahalle entgegen. Die KTV Straubenhardt ist bei ihrer sechsten Finalteilnahme einmal mehr eine Ausnahmeerscheinung im Turnzirkus. Über 600 Anhänger werden die Mannschaft nach Karlsruhe begleiten. Eine derart große Fangemeinde hat kein anderer Kunstturnverein in Deutschland vorzuweisen.

Schon fast zuviel Euphorie ist das für Trainer Alexei Grigoriev, der vor einer schweren Aufgabe warnt „Die bessere Tagesform wird entscheiden. Zunächst müssen wir konzentriert turnen.“ Wie schon die gesamte Saison überlässt er auch im Finale nichts dem Zufall. Akribisch erarbeitet er die Taktik. Dabei gilt es die Stärken und Schwächen des Gegners möglichst gut vorauszusehen, um die eigenen Turner taktisch klug zu setzen. Vieles wird davon abhängen, ob es gelingt die eigene Schwäche am Pauschenpferd zu kaschieren und an den Paradegeräten Boden, Ringe und Sprung entsprechend zu punkten. Der Trumpf der Cottbusser ist sicherlich deren Ausgeglichenheit. Auch ohne ihren Nationalturner Phillip Boy glänzten sie in den vergangenen zwei Duellen mit einem hohen Punkteniveau. Durch den Berliner Neuzugang Paulo Lando haben sie zudem weitere Optionen. Am Pauschenpferd sind sie kaum zu schlagen, auch am Reck haben sie Vorteile gegenüber der KTV.

Besonders viel hängt auf Straubenhardter Seite von der Tagesform der Nationalturner Fabian Hambüchen, Marcel Nguyen und Thomas Taranu ab. Trainer Grigoriev hat volles Vertrauen in seine Stars „Was die drei in den letzten zwei Wettkämpfen ablieferten war phantastisch. Sie sind an fast allen Geräten gesetzt.“ Auch Fabian Hambüchen wird wieder an allen Geräten zu sehen sein, und dafür sorgen müssen, dass der starke Ukrainer Roman Zozulya, sowie die Nationalturner Steve Woitalla und Robert Juckel in Schach gehalten werden. Denn dann wird es auf die Gerätespezialisten ankommen. Und hier hat Straubenhardt mit dem Doppelweltmeister Marian Dragulescu einen Trumpf im Aufgebot. Ob der routinierte Turnstar neben seinen Paradegeräten Boden und Sprung auch am Reck antritt ist noch offen. Ebenso besticht Sergej Charkov in dieser Saison wieder mit herausragenden Leistungen. An den Ringen ist er in dieser Saison noch ungeschlagen. Aber auch am Barren könnte seine Nervenstärke von Vorteil sein. Vladimir Klimenko wird neben seinem Paradegerät Reck voraussichtlich auch am Pauschenpferd zum Einsatz kommen. Doch auch Cottbus hat viele Turner der Extraklasse im Kader. Mit Phillip Sorrer geht am Pauschenpferd der amtierende Deutsche Meister an das Gerät. Der Berliner Viktor Weber agiert vor allem am Boden, Barren und Reck auf sehr hohem Niveau. Und wenn auch noch Philipp Boy nach seiner Verletzung ins Cottbusser Team zurückkehrt, ist ein nervenaufreibendes Finale vorprogrammiert.

Unabhängig vom Wettkampfausgang wird die KTV Straubenhardt am 29.November ab 11 Uhr bei Musik und Bewirtung in der Festhalle Conweiler den Saisonabschluss feiern. Hierzu sind alle Fans der KTV herzlich eingeladen.

Das SWR-Fernsehen berichtet am Samstag von 17-18 Uhr vom Ligafinale.

Ligafinale am 28.11. , 14 Uhr, Europahalle Karlsruhe
Eintrittskarten wird es auch noch an der Tageskasse geben.

Das ganze PfoKa Team drückt der KTV die Daumen!

Mit freundlicher Genehmigung von Jochen Schwenk - KTV Straubenhardt