Karlsruhe-Krimi ohne Happy End für die LIONS

Karlsruhe. (ver) - Die Erwartungen der Fans im ausverkauften „Löwenkäfig“ wurden nicht enttäuscht, denn die Stadtrivalen lieferten sich am 18. Februar einen packenden, kampfbetonten und dennoch weitgehend fairen Schlagabtausch. Am drittletzten Spieltag der Hauptrunde in der ProB fungierten die PS Karlsruhe LIONS als Gastgeber in der Friedrich-List-Halle, die auch von der BG Karlsruhe als Heimspielstätte genutzt wird. Die „Gäste“ waren es auch, die zu Beginn mehr von der Partie hatten und zeitweise auf über zehn Punkte davonziehen konnten. Das LIONS-Spiel war hingegen anfangs eher von Nervosität geprägt und ließ trotz guter Ansätze die nötige Durchschlagskraft vermissen, was in einem Spielstand von 17:25 nach dem ersten Viertel resultierte. In der Folge präsentierten sich die Hausherren allerdings wesentlich sortierter, kamen nach 14 Spielminuten bis auf einen Punkt heran und konnten zur Halbzeit sogar mit 45:44 in Führung gehen. Die BG verdankte es ihrer guten Trefferquote, dass sie nicht weiter ins Hintertreffen geriet. Die zweite Spielhälfte gestaltete sich weiterhin eng. Während die LIONS hauptsächlich mittels Distanzwürfen Akzente setzen konnten, überzeugten ihre Gegner weiterhin durch ihre Effektivität und konnten den Spielabschnitt für sich entscheiden. Mit 62:66 ging es in die abschließenden zehn Spielminuten, die dem Publikum weiterhin ein spannungsgeladenes Kräftemessen boten. Das Spiel wurde noch kampfbetonter und die Kontrahenten neutralisierten sich gegenseitig. Doch dank ihrer über die gesamte Spielzeit betrachteten höheren Treffsicherheit und eines guten Teamplays setzte sich die BG gegen kämpferische LIONS am Ende knapp aber verdient durch. Für die Gastgeber, die durch das 75:79 ohne Punktgewinn in der Tabelle blieben, erzielten Eric Curth (24 Punkte), Orlando Parker (14), Deon McDuffie und Jordan Talbert (10) die meisten Treffer. Unter dem Strich bleibt ein Stadtderby, das hinsichtlich des Unterhaltungswerts keine Wünsche offenließ und beiden Karlsruher Teams alle Perspektiven für die Play-offs bewahrt.

Mit freundlicher Genehmigung von Benedikt Rieker