Karlsruhe über World Indoor Tour international platziert

Karlsruhe. (ver) - Vom vergangenen Donnerstag bis einschließlich gestern fand mit den Leichtathletik Hallen-Weltmeisterschaften in Portland, USA, das Highlight des Leichtathletik-Winters statt. Zahlreiche Athleten, die beim INDOOR MEETING am 6. Februar in der ausverkauften Karlsruher Messehalle am Start waren, gingen nun auch in den USA auf Medaillenjagd.

Für Niederlands Sprint-Star Dafne Schippers sprang in einer Zeit von 7,03 Sekunden über die 60 Meter die Vize-Weltmeisterschaft heraus. Der Franzose Renaud Lavillenie zeigte sich wie gewohnt in Top-Form und sicherte sich beim Stabhochsprung mit übersprungenen 6,02 Metern den Weltmeister-Titel.Für Augustine Choge reichte es am Ende über 3000 Meter zu Platz Drei. Hier sicherte sich ein anderer den Titel – und zwar der Äthiopier Yomif Kejelcha. Beim Meeting in Karlsruhe noch auf dem zweiten Rang, sicherte er sich in Portland in 7:57,21 Minuten den Titel des Hallen-Weltmeisters über 3000 Meter. Gleiches bei der US-Amerikanerin Nia Ali. Am 6. Februar in Karlsruhe landete sie noch auf dem zweiten Platz, in Portland gewann sie über die 60 Meter Hürdendistanz in 7,81 Sekunden WM-Gold. Und auch ein deutscher Athlet, der schon beim INDOOR MEETING dabei war, sorgte in Portland für Furore. Nach U20-WM-Silber sicherte sich Max Heß nun in Portland im Dreisprung in neuer persönlicher Bestleistung von 17,14 Meter WM-Silber.

Für einige Athleten wie beispielsweise Axumawit Embaye und Mike Rodgers hat sich die World Indoor Tour doppelt bezahlt gemacht. Sie bekamen neben dem Preisgeld als Gesamtsieger der Tour eine Wildcard für die Titelkämpfe – über die nationalen Kontingente wäre für sie bei starker Konkurrenz kein Platz im Starterfeld der WM gewesen. Neben diesen beiden Athleten profitierte auch Karlsruhe ungemein von der neuen World Indoor Tour. Als Serie der vier weltbesten Leichtathletik Hallen-Meetings Karlsruhe, Bosten, Stockholm und Glasgow geschaffen, transportierte sie im Zeitraum von drei Wochen den Namen der Fächerstadt immer wieder in die Nachrichten und auf die Bildschirme der TV-Zuschauer weltweit. „Die World Indoor Tour hat unser INDOOR MEETING enorm gepuscht", berichtet Sportdirektor Alain Blondel über das internationale Feedback. Als Auftaktveranstaltung der Tour standen die Leistungen und Ergebnisse sowie Karlsruhe immer wieder im Fokus. Bestes Beispiel: Die Abklatschwand mit dem Motiv der Schlosslichtspiele war immer wieder bestens im TV zu sehen. Via Eurosport in ganz Europa, aber auch in Nord- und Südamerika über dortige TV-Sender. „So ist das INDOOR MEETING bestes Marketing für den Standort Karlsruhe", zog Martin Wacker, Geschäftsführer der ausrichtenden Karlsruhe Event GmbH, eine positive Bilanz der ersten World Indoor Tour.

Mit freundlicher Genehmigung von Fabian Dürr