Julian Howard und Christoph Kessler bei DM mit Edelmetall ausgezeichnet

Karlsruhe. (ver) - Mit teilweise sehr guten Ergebnissen bzw. Platzierungen sind die LGR-Athlet/innen von den deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig zurückgekehrt.

Weitenjäger Julian Howard, der sich von den Zubringerwerten in der Form seines Lebens befindet, konnte zwar mit der Platzierung, nicht aber mit seiner Leistung von 7,76m Metern zufrieden sein. Seine Sprünge waren „technisch, wie von der Weite so schlecht, wie den ganzen Winter bisher nicht“, meinte Coach Metzler in seiner abschließenden Bewertung. So musste sich Julian, der als Jahresbester angereist war, seinem Dauerrivalen Alyn Camara beugen und mit der Silbermedaille Vorlieb nehmen. Hinterher konstatierte auch Julian, dass es nicht wunschgemäß gelaufen war: „Ich bin nicht wirklich in den Wettkampf gekommen. Das war Krampf“, zeigte sich der KIT-Student enttäuscht über sein Auftreten in Leipzig. Nun möchte Julian beim internat. Meeting in Jablonec/Tschechien am kommenden Samstag nochmals zeigen, was er kann. Danach gilt die ganze Konzentration der bald anstehenden Freiluftsaison, mit dem großen Ziel der Teilnahme an der EM in Amsterdam und den Olympischen Spielen in Rio – hierfür gehört Julian schließlich zu den ganz heißen Kandidaten.

U23-Athlet Kevin Nwaoha, der ebenfalls für die Weitsprungkonkurrenz gemeldet hatte, zeigte sich „sehr nervös und konnte sein eigentliches Leistungsvermögen nicht voll ausschöpfen“. Mit seinen im letzten Versuch erzielten 7,20m belegte er dennoch einen tollen sechsten Rang, mit guter Perspektive für die deutschen Freiluftmeisterschaften der U23 und der Aktiven. Vielleicht wird dann auch Anton Epp wieder bei entsprechenden Normweiten um 7,45 Meter mit von der Partie sein können.

Einen herausragenden dritten Platz belegte über 800 Meter Christoph Kessler, der nach souveräner Vorstellung im Vorlauf in einem engen Finale nach tollem Kampf das erhoffte Edelmetall festhielt. Lange Zeit hatte Christoph auf der Vier-Runden-Distanz sogar in Führung gelegen, musste sich am Ende aber in 1:50,76min noch knapp zwei Konkurrenten aus Dresden und Braunschweig geschlagen geben. Schon im zweiten Juniorenjahr hat sich Christoph damit in der deutschen Mittelstrecklerelite etabliert und kann nun optimistisch die anstehende Sommersaison anpeilen. Vielleicht ist ja die Qualifikation für eines der internationalen Highlights nicht ganz unmöglich?

Stark hatte sich zuvor auch Hölger Körner auf der 800 Meter-Strecke präsentiert, als er im ersten Vorlauf zu neuer pers. Bestleistung von 1:51,55min gestürmt und damit nur um 18 Hundertstelsekunden am Finale vorbeigelaufen war.

Richtig gut aufgelegt war auch Sarah Hettich, die am Samstag über 1.500 Meter überraschend das Finale tags darauf erreichte. In 4:33,96min hatte sie im Vorlauf ihre bisherige Bestzeit um mehr als zwei Sekunden verbessert und erreichte im Finalrennen einen tollen 12. Platz.

Einen sehr gelungenen Abschluss aus Sicht der LGR lieferten dann die Staffel-Youngster über 4x200 Meter. Pia Ringhoffer, Nina Garay, Carolin Kleyer und Franziska Heidt toppten nochmals ihre Saisonbestleistung und belegten am Ende trotz ihres jugendlichen Alters in 1:40,96min einen sehr guten 8. Rang. „Bei noch besseren Wechseln hätten das Quartett sogar noch weiter vorne landen können“, zeigte sich Trainer Metzler von seinen Schützlingen angetan. Entsprechend optimistisch sieht er auch die Perspektive für den Sommer, da der LGR-Personalpool, zu dem noch einige weitere Jugend- und Aktivenathletinnen gehören schnelle Zeiten und sehr gute Platzierungen in unterschiedlichen Besetzungen bei den anstehenden regionalen Meisterschaften und bei den DM in der U18/20, der U23 und der Aktivenklasse erwarten lässt.

 

Ergebnisse: http://www.dlv-xml.de/Storage/EventFiles/16L00000001505101/3772.pdf

Mit freundlicher Genehmigung von Frank Gausmann