Julian Howard holt den Titel – Christoph Kessler fehlen drei Hundertstel

Karlsruhe. (ver) - Einen verdienten Sieg feierte Weitspringer Julian Howard am Samstagnachmittag bei den Deutschen Hallentitelkämpfen in Leipzig, wo jeder seiner drei gültigen Sprünge zu Gold gereicht hätte. Sein im vierten Durchgang erzielter Satz auf 7,82 Meter, den Julian selbst wegen des suboptimalen Bretttreffers als „Gurke“ bezeichnet hat, markierte am Ende einer nicht ganz ungestörten Weitsprungkonkurrenz die Siegerweite. Die ursprünglich angepeilten 8 Meter kann der LGR-Weitenjäger nun ganz zuversichtlich bei den Halleneuropameisterschaften in Belgrad angehen, die in zwei Wochen stattfinden werden. Drücken wir ihm hierfür die Daumen!

Tags darauf verpasste Julians LGR-Kollege Christoph Kessler den Meistertitel über 800 Meter denkbar knapp. Chris` härtester Konkurrent, der Leipziger Robert Farken, behielt am Ende des Rennens über vier Hallenrunden mit dem Publikum im Rücken um die Winzigkeit von drei Hundertstelsekunden die Oberhand. Da der Laufgott an diesem Tag den Heimathleten bevorzugte, musste der LGR-Topmann in 1:49,81min mit der Vizemeisterschaft Vorlieb nehmen. Der Mittelstreckler wird nach seiner Normerfüllung beim Indoor Meeting, nun bei den Europameisterschaften in Serbien das Nationaltrikot tragen! Glückwunsch!
Mit von der Partie im Rennen um den 800m-Titel waren auch Pascal Kleyer und Holger Körner, die am Ende auf den Rängen fünf und sechs landeten.
Eine Klassevorstellung mit viel Pech lieferte schließlich Felix Mairhofer in der Dreisprungkonkurrenz. Im zweiten Versuch hatte er sich auf die Saisonbestleistung von 15,35 Metern gesteigert und hatte damit bis zum letzten Durchgang auf dem Silberrang gelegen. Doch auch der Dreisprunggott outete sich an diesem Sonntag nicht als LGR-Fan. Felix wurde schließlich noch hauchdünn von zwei Konkurrenten abgefangen und landete mit acht Zentimetern Rückstand zu Silber letztlich auf dem undankbaren vierten Platz. Schade!
Gut verkauft hat sich in Leipzig auch Sarah Hettich, die im Finale des 1.500m-Laufes in 4:34,82min auf Platz 11 das Ziel erreichte, nachdem sie tags zuvor mit 4:33,50min im Vorlauf eine pers. Bestleistung aufgestellt hatte.
Die beiden durchaus hoffnungsvoll angetretenen 4x200 Meter-Staffeln mit Pia Ringhoffer, Carolin Kleyer, Franziska Heidt und Jana Reinert sowie mit Wendelin Wäcker, Florian Gedemer, Marvin Hock und Manuel Retzbach erreichten leider nicht das Ziel bzw. wurden nachträglich disqualifiziert. So war für die LGR-Quartette in Leipzig leider nicht mehr als das Sammeln von Erfahrung drin.
 

Mit freundlicher Genehmigung von FRank Gausmann