Interview mit Melanie Weinbrecht

In unserem Interview möchten wir uns Melanie Weinbrecht zuwenden. Weinbrecht spielt  spielte bereits in der Jugend des SVK Beiertheim und ist mittlerweile Bestandteil des Regionalliga-Teams.

Wie lange spielst Du bereits Volleyball?

Ich spiele mittlerweile seit 11 Jahren Volleyball.

Wie kam es dazu, dass Du dich für diesen Sport entschieden hast und nicht für einen anderen?

Meine Grundschule hatte damals eine Kooperation mit meinem ersten Verein, hier wurde Volleyball angeboten.

Immerhin spielt Beiertheim in der vierthöchsten Klasse im deutschen Frauenvolleyball. Wie oft müsst Ihr trainieren und wie laufen die Trainingseinheiten ab?

Wir trainieren drei Mal die Woche a 2 Stunden.
Die grundlegende Fitness schaffen wir uns in der Vorbereitung, klar im Training kommen dazu auch kleinere Einheiten jedoch legen unsere Trainer vor allem Wert auf Übungen in denen Abstimmungen und Spielverständnis trainiert werden soll.
 

Da Volleyball bekanntlich eine Hallensportart ist, stellt sich die Frage, wie Du dich im Sommer Fit haltest? Spielst Du Beachvolleyball?

Beachvolleyball spiele ich auch, allerdings noch nicht so lange. Im Sommer bin ich wenn es die Zeit zulässt eigentlich immer auf den Beachplätzen, wenn nicht bieten sich im Sommer auch super andere Sportarten an...

Wir fangen vor der Saison aber auch immer rechtzeitig mit der Vorbereitung für die Hallensaison an.

Welche Fähigkeiten muss eine Person mitbringen um erfolgreich Volleyball zu spielen? Spielt auch die Größe eine Rolle? Denn viele Volleyballerinnen könnten mit ihrer Körpergröße auch auf dem Laufsteg agieren.

Sie sollte auf jeden Fall physisch wie auch psychisch in der Lage sein.
Die Körpergröße spielt meist dann eine wichtige Rolle, wenn man in einer höheren Liga spielen möchte. Doch wenn  man etwas kleiner ist, ist dies kein Hindernis um erfolgreich zu werden. Hier bieten sich dann bestimmte Positionen an oder man trainiert etwas an seiner Sprungkraft ;).

Bei deinem Verein in Beiertheim läuft es derzeit hervorragend. Denkst Du, dass es auf Dauer möglich ist den Sprung in eine höhere Liga zu schaffen?
Ein Traum ist es natürlich immer, aber kurz- und mittelfristig ist es für uns, glaube ich, keine Option. Da wir als Studentenstadt auch einen ständigen Spielerwechsel im Kader haben sind langfristige Ziele eher schwer auszugeben.

Worin liegt das Erfolgskonzept in Beiertheim?  Hat dies auch mit der erfolgreichen Jugendarbeit zu tun? Denn immerhin stellt Beiertheim – für eine Spartensportart, wie sie in Deutschland betrachtet wird – überdurchschnittlich viele Jugendteams.

Die Jugendarbeit trägt sicher Früchte, das sieht man ja gerade am besten in der Regionalligamannschaft, in der ja einige Spielerinnen die Jugendmannschaften des SVK durchlaufen haben. Das ganze muss eben konsequent weiter geführt werden, damit auch in Zukunft junge Talente den Sprung nach oben schaffen.

Trotz dem erfolgreichen Abschneiden der Nationalmannschaften, zieht es viele Spieler und Spielerinnen ins Ausland. Glaubst du, dass dem deutschen Volleyball in den Medien zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird?
Nun ja, ich denke, dass die meisten Sportarten in Deutschland neben den Fußballern keinen einfachen Stand haben. Generell würden wir uns natürlich freuen mehr Aufmerksamkeit zu erregen und somit auch mehr Sponsoren zu begeistern.

Wie siehst Du im Allgemeinen die Gewichtung der Aufmerksamkeit im Vergleich zwischen Profi- und Amateursport?
Das ist schwierig zu sagen... Ich denke es kommt auch immer auf den Standort drauf an. Ich habe schon oft erlebt, dass in einer Halle (in kleineren Orten) bei Spielen in einer niedrigeren Liga erstaunlich viel los sein kann.

Ich denke aber, dass die Gewichtung der Aufmerksamkeit schon okay ist.

Zum Schluss noch zwei persönliche Fragen

Welche sportlichen Ziele hast Du noch?
Mein Ziel ist es meinen Platz in der ersten Damenmannschaft in der Regionalliga zu halten und noch viele schöne Jahre mit meinen Mädels zu verbringen!

Trotz der derzeit vielen Baustellen, gilt Karlsruhe als schöne und vor allem auch grüne Stadt. Was macht Karlsruhe für Dich persönlich aus?

Die perfekte Größe - nicht zu groß und nicht zu klein. Und mit den Baustellen lernt man zu leben.