Interview mit dem neuen Jugend-Trainer Sven Sigloch

Neuenbürg. (ver) - Seit kurzem hat Sven Sigloch (44 Jahre) unsere weibliche C-Jugend übernommen. Er ist Familienvater und hat zwei Kinder.Vor der neuen Saison stellte sich der neue Trainer zum Interview und gab ein paar interessante Antworten. Lesen Sie jetzt das komplette Interview.

 

Frage:Hallo Sven, Du bist nach Neuenbürg zurückgekommen und übernimmst die weibliche C-Jugend. Wie kam es denn dazu?“

 

Da gibt es mehrere Gründe. Meine jetzige Co Trainerin Heike Schwarz und meine Frau Meike haben hier hervorragende Arbeit geleistet.  Meike wollte nach 5 Jahren einen Wechsel und hat mich überzeugt hier einzusteigen. Auch die im Jugendbereich ehemals tätige Grit Peter hat sich ebenfalls sehr bemüht und mich überzeugt beim HCN wieder einzusteigen. Meine beiden Kinder sind beim HCN aktiv und ich treffe hier einige richtig gute Freunde wieder. Momentan denke ich „ einfach, schön wieder hier zu sein“ !

 

Frage:Was versprichst Du Dir von deinen neuen Aufgaben?

 

Die Arbeit macht mir unheimlich viel Freude. Der Handball hat mir viel gegeben und nun versuche ich die gesammelten Erfahrungen an die Jugendlichen zu vermitteln.

 

Frage:Einige Spielerinnen sind dazu gestoßen, wie schätzt Du die Spielstärke ein?

 

Wir stellen den jüngeren Jahrgang und 5 Spielerinnen können noch in der D-Jugend auflaufen. Hier versuchen wir im Team (Heike, Meike, Susanne, Peter) eng zusammenzuarbeiten. Die weibliche D- und C-Jugend soll sich gegenseitig unterstützen und als Einheit auftreten. Wenn wir diese Schlagzahl beibehalten und gut über die Sommerpause kommen, werden sich die beiden Mannschaften in eine positive Richtung  weiterentwickeln.

 

Frage:Was läuft gut und was sollte noch verbessert werden?

 

Wir haben eine hervorragende Trainingsbeteiligung. Montags tummeln sich häufig bis zu 25 Handballerinnen in der Stadthalle. Zu verbessern ? Da findest Du als Trainer immer wieder Dinge.

 

Frage:Wie viel Spaß macht Dir die Trainerarbeit in Neuenbürg?

 

Eine Menge Spaß !!! Ich hab eine klasse Mannschaft. Hinter allem steht ein tolles Trainer und Betreuerteam. Wir alle arbeiten hervorragend zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Ein ganz wichtiger Punkt sind die Eltern unserer Mädels. Alle sind interessiert und mit Eifer bei der Sache. Ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich.

 

Frage:Immer weniger Vereine des Handballkreises Pforzheim melden Jugendmannschaften im weiblichen Bereich an. Was denkst Du, könnte der Grund dafür sein und wie kann man Abhilfe schaffen?

 

Dieses Problem liegt nicht nur im weiblichen Bereich. Handicap sind  Hallenzeiten die den Vereinen fehlen. Qualifizierte, engagierte Jugendtrainer die ehrenamtlich arbeiten, das nötige Herz und den 100% Einsatz mitbringen. Diese Leute  sind für eine Vereinsführung nicht einfach zu finden. Über dieses Thema kann man sich stundenlang unterhalten. Jeder Verein ist hier gefordert. Ebenfalls natürlich die Städte und Gemeinden, sowie die Schulen mit denen man kooperieren muss.

Mit dem nötigen Einsatz, Konzept und einer intakten Mannschaft (Vereinsführung) ist in jedem Club einiges möglich. Ich denke da gibt es genug positive Beispiele. Wenn der Rahmen stimmt, ist es auch möglich gute Jugendarbeit zu leisten. Allerdings gilt auch für die Aktiven der Spruch :

„Denke nicht NUR was tut der Verein für mich, sondern was kann ICH für den Verein tun“ !!!

 

Frage:Ein Thema in den letzten Jahren sind „Jugendspielgemeinschaften“? Der HC Neuenbürg ist einer der wenigen Vereinen im Kreis die keiner Spielgemeinschaft angehören. Was hältst Du davon?

 

Es ist immer gut wenn ein Verein ohne Spielgemeinschaft auskommen kann. Hierzu sollten aber die nötigen Strukturen (Trainer, Trainingszeiten, Jugendleiter, Abteilungsleiter usw.) passen. Jede Spielgemeinschaft bedeutet ein Verein weniger. Aber auch hier sind wir wieder beim Thema Trainer und Hallenzeiten usw.

 

Mit freundlicher Genehmigung vom HC 2000 Neuenbürg