Internationaler Erfolg für Thomas Taranu

Thomas Taranu

Mit einer großen Überraschung endete am Sonntag die 31. Auflage des internationalen Swiss Cup im Züricher Hallenstadion. Vor über 7000 begeisterten Zuschauern durften sich die deutschen Kunstturner als Sieger des attraktiven Paarwettkampfes feiern lassen. Mit dabei war der Straubenhardter Thomas Taranu, der mit seiner Turnpartnerin Elisabeth Seitz aus Mannheim, hinter dem Siegerpaar Matthias Fahrig und Kim Bui einen sensationellen zweiten Platz erzielte.

Dabei war Taranu von Bundestrainer Hirsch eigentlich nur als Ersatzturner für den kurzfristig erkrankten Eugen Spiridonov nominiert. „Am Donnerstag kam der Anruf“ so Taranu, „und diese tolle Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Und in der Tat startete das Außenseiter Duo furios in den Wettkampf. In der Vorrunde galt es zunächst, sich mit zwei Übungen, bei freier Gerätwahl im hochkarätigen 12er Feld zu behaupten. Die Wertungen beider wurden dabei addiert.

Mit einer hervorragenden Kür an den Ringen (14,95 Punkte) legte Taranu vor. „Das war wohl eine meiner besten Ringeübungen“ schilderte der 22jährige Schützling von KTV-Trainer Alexei Grigoriev. Mit einer weiteren hohen Wertung am Sprung (15,85 Punkten) war bereits die erste Überraschung perfekt. Denn da auch die 15jährige Nationalturnerin Elisabeth Seitz an Stufenbalken und Boden fehlerfrei agierte, qualifizierten sie sich als Dritte souverän für das Halbfinale. Dabei ließen sie einige namhafte Turnstars hinter sich. Unter den gescheiterten Favoriten war unter anderem das hochgehandelte rumänische Team mit Superstar Marian Dragulescu, sowie Team Russland und China. Zu einem wahren Krimi entwickelte sich daraufhin das Halbfinale. Denn nachdem die WM-Debutantin Seitz bei ihrer Balkenkür strauchelte, wurde es eng für das deutsche Team. Doch Taranu nutzte geschickt seine Chance. Mit einer abgespeckten aber sicheren Bodenkür holte er 14,35 Punkte und machte damit den Finaleinzug perfekt. Und nun lief es wie am Schnürchen. Seitz glänzte mit einer virtuosen Kür am Stufenbarren. Und getragen von einer großartigen Stimmung im Züricher Hallenstadion machte Taranu mit einem starken Auftritt am Sprung die Sensation perfekt. Hinter Deutschland I aber noch vor dem Schweizer Duo Ariella Kaeslin und Niki Böschenstein erturnten sie Rang zwei.