Gegenheimer klettert auf Platz 2 der Weltrangliste

Remchingen. (ver) - In Andorra machte der Weltcup seine vierte Station 2013 im Kleinstaat in den Pyrenäen. Für den Deutschen Sprintmeister Simon Gegenheimer war die Devise für dieses Rennen bereits vor dem Start klar. „Ich liege im Gesamtweltcup auf Position 3 im Sprint, diese Position gilt es für mich mit der richtigen Mischung aus Kampfgeist, Angriffslust und Sicherheitsgedanken zu festigen", so Gegenheimer.

Im Vorlauf kam ganz klar die vorsichtige Fahrlinie zum Einsatz, denn mit der 21. besten Zeit war er zwar bequem in der KO-Runde, hatte aber noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Erst als Gegenheimer im Vierteil- und Halbfinallauf auf den Weltcup-Führenden Federspiel (Ötztal) und den späteren Sieger Mels aus Belgien traf, musste er an all seine Reserven gehen. Gegenheimer fuhr diese Läufe von der Spitze des Feldes und ließ keinen Zweifel daran, dass er auch auf der internationalen Bühne des Sprints zu den Topfavoriten zählt. Der technisch anspruchsvolle Mittelteil der Strecke kam ihm hier entgegen, denn als Führender konnte er seine eigene Fahrlinie wählen und setzte somit seine Gegner unter extremen Druck. Am Schluss war es jedoch ein kleiner Konzentrationsfehler, der den ganz großen Coup des Weltcupsiegs verhinderte. Gegenheimer war am Ende einen Sekundenbruchteil nicht fokussiert und musste sich im Finale in der technischen Schlüsselpassage auf Position vier einreihen. „Das brachte mich echt aus dem Konzept. Ich habe dann versucht, mit Gewalt wieder nach vorne zu kommen, aber das kostete dann zu viel Kraft, sodass auf der Zielgerade nicht mehr genügend Power in den Beinen war", so der Deutsche Meister zu seinem Finale. Da er mit seinem 4. Platz jedoch sowohl den Weltcup-Führenden als auch den Zweitplatzierten hinter sich ließ, festigte Gegenheimer seinen Gesamtrang nicht nur, sondern übernahm Platz Zwei der Weltcup-Gesamtwertung.

Zeit zum Ausruhen bleibt dem gebürtigen Remchinger nicht wirklich, er musste noch in der Nacht mit dem Flugzeug weiterreisen. An der kroatischen Küste geht es direkt weiter mit der nächsten Aufgabe. Hier gilt es, den zweiten Rang seines Teamkollegen Steffen Thum in der Marathon World Serie zu verteidigen, sodass das ROSE ultraSPORTS Team sowohl im Sprint mit Gegenheimer als auch im Marathon mit Thum zu den Top 3 des Weltcups gehört.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Simon