Erster Podiumsplatz im Trikot des Deutschen Meisters

Remchingen. (ver) - Simon Gegenheimer konnte am vergangenen Wochenende zum ersten Mal in seiner Karriere als Deutscher Meister das Podium besteigen. Beim XC-Battle in Kaprun wurde er hinter dem Schweizer Meister Zweiter. Einen Teil zum Erfolg hat auch Teamkollege Steffen Thum beigetragen, der als Vierter ebenfalls im Finallauf stand.

XC-Battle in Kaprun, das wohl spektakulärste Sprintrennen außerhalb des Weltcups präsentierte sich am vergangenen Wochenende mit einem beeindruckenden Starterfeld. Der Schweizer Sprint-Meister und U23-Vizeweltmeister Litscher, der Österreichische Sprintmeister Federspiel und der Vorjahressieger Rohrbach waren nur einige Namen der prominenten Startliste. Direkt in der Innenstadt von Kaprun wurde eine 500 Meter lange Sprintstrecke erstellt, welche es sowohl technisch als auch konditionell in sich hatte. Simon Gegenheimer beschrieb die einzelnen Streckenhighlights: „Gleich 50 Meter nach der Startrampe kam der erste Sprung über einen Baumstamm, danach folgten ein paar Treppen, dann ein wirklich kompliziertes, ein Meter hohes Hindernis aus vielen Holzstämmen und kurz vor dem Zielstrich nochmals ein Sprung über oder in einen Wassergraben, je nachdem wie viel Schwung man hatte“. Der Siegerlauf wurde über Achtel-, Viertel- und Halbfinale ermittelt und die Teamtaktik war klar. Simon Gegenheimer sollte die Vorläufe möglichst von vorne fahren und Steffen Thum versuchte gerade in den letzten Kurven sein Hinterrad vor Attacken zu schützen. „Das war keine leichte Aufgabe, denn um Simon in den letzten Kurven zu unterstützen, musste ich erstmal in den ersten Kurven an ihm dran bleiben. Wir haben das aber ganz gut hinbekommen und sind nicht zu unrecht beide im Finallauf gestanden“, so Thum zu seiner Helferrolle. Im besagten Finallauf lag es dann an Simon Gegenheimer, seiner Rolle als Mitfavorit gerecht zu werden. Schnell setzte sich ein Quartett mit Gegenheimer ab,  der aber äußerst klug mit seinen Kräften umging. „Auch im Sprint muss man seine Power einteilen. Auf der Zielgerade gehöre ich zu den Weltbesten, darum habe ich auch mit meinem Antritt auch bis hier gewartet und es hat für das Podium gereicht“, so ein glücklicher Zweiter. Steffen Thum äußerte sich im Ziel ebenfalls glücklich und war voller Lob für seinen Teamkollegen: „Simon hat das heute perfekt gemacht. Er ist inzwischen ein cooler und abgeklärter Champion, der es schafft im hektischen Finale seine beste Leistung abzurufen“.

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Simon - Bike Riders Remchingen.

Foto der Siegerehrung ist von Erwin Haiden