Bisons stürzen den Tabellenführer

Pforzheim. (ver) - Die Pforzheim Bisons konnten vor 180 Zuschauern ihre Siegesserie auch gegen die Mad Dogs Mannheim mit einem beeindruckenden 9:4 (2:1/3:1/4:2)-Erfolg fortsetzen.

Die Bisons zeigten vom ersten Bully an, wie das Spiel laufen soll, doch die erste Torchance hatten zunächst die Gäste aus Mannheim, doch der Schuss aus der Distanz ging knapp am Pforzheimer Gehäuse vorbei. In der vierten Minute wollten schon einige Mannheimer jubeln, doch die Verteidigung der Bisons war hellwach und kratzte die schwarze Hartgummischeibe für den bereits geschlagenen Goalie, Klaus Graefe, von der Linie. Nur zwei Minuten später waren es die Bisons, die eine dicke Chance nicht nutzen konnten. Vladimir Viller setzte sich an der blauen Linie durch und passte geschickt auf Sergej Wittmann, der den Puck knapp am Tor vorbeischob. Es ging Schlag auf Schlag, doch auch den Cracks aus der Kurpfalz wollte zunächst kein Treffer gelingen. Nach einer großen Einschussmöglichkeit für die Bisons jubelte der Tabellenführer, denn Dominic Andreou nutze das Zuspiel von Kevin Brack im direkten Gegenzug zur 1:0-Führung (12.). Kurz nach der Gästeführung sahen sich die Quadratestädter in Unterzahl wieder. Diese währte allerdings nur kurz, denn nach nur 16 Sekunden glich Steffen Bischoff zum 1:1 aus (12.). Vier Minuten vor Ende des ersten Drittel wanderte mit Justin Zilla ein Bison auf die Strafbank. Einen Konter des Tabellenführers konnten die Bisons nur regelwidrig stoppen und die beiden Unparteiischen sprachen den Mad Dogs einen Penalty zu. Calvin Engel spielte geschickt Klaus Graefe aus, doch sein Schuss prallte nur ans Gestänge, so dass es beim 1:1 blieb. Kurz vor Ablauf der Strafe setzten sich die Bisons im gegnerischen Drittel fest und Steffen Bischoff netzte aus spitzem Winkel zur 2:1-Führung ein (19.). In der Schlussminute scheiterte Hermann Jeckel aus kurzer Distanz an Alexander Spang, dem Mannheimer Goalie. Somit ging es mit der knappen aber keinesfalls unverdienten Führung in die erste Pause.

Kurz nach Wiederbeginn mussten die Mad Dogs wieder in Unterzahl ran. Auch diesmal ging es sehr schnell, denn keine 30 Sekunden später traf Justin Zilla zum 3:1 (23.). Auch das nächste Powerplay nutzten die Bisons eiskalt, denn Vladimir Viller traf nach schöner Kombination zum 4:1 (24.). Kurz nach dem Treffer mussten die Bisons in Unterzahl ran, nachdem Falk Dornbach auf der Strafbank Platznehmen musste. Doch die größte Chance in dieser Phase hatten wiederum die Bisons. Steffen Bischoff nahm an der eigenen blauen Linie die Scheibe auf und sah den mitgelaufenen Justin Zilla. Doch ein Mannheimer Verteidiger passte auf und hält die Scheibe mit einem beherzten Einsatz auf, so dass diese nicht den Weg zum Mitspieler fand. Die Bisons waren nun spielbestimmend, die wenigen Chancen, die die Mannheimer nun hatten, vereitelte Klaus Graefe mit z. T. großartigen Paraden. In der 32. Spielminute merkte man den besonderen Willen der Bisons an, denn so stocherten sie den Puck Richtung Mannheimer Gehäuse, am Ende war es Vladimir Viller, der die Scheibe zum 5:1 über die Linie bugsierte. Zwei Minuten vor dem Ende verhinderte Klaus Graefe mit einem wahnsinnigen Reflex den zweiten Gegentreffer. Das Publikum feierte den Pforzheimer Schlussmann zu Recht. Vierzig Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels gab es erneut einen Penalty für die Mad Dogs, doch diese Entscheidung konnte keiner wirklich nachvollziehen. Der Torjäger der Mannheimer, Daniel Steinke, ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf zum 2:5 aus Sicht der Gäste.

Die Gäste witterten nun wieder eine kleine Chance, doch diese wurde jäh durch Justin Zilla beendet. Denn nach genau 60 Sekunden im Schlussdrittel jubelte er zusammen mit seinem Team über das 6:2. In der 43. Minute sprachen die beiden Schiedsrichter gegen Bison Jan Knaub eine kleine Strafe aus. Nun zeigten auch die Mad Dogs, dass sie in Überzahl druckvoll und erfolgreich spielen können. So schlug auch gleich die Scheibe zum 3:6 in die Maschen ein. Kurz danach sahen sich die Bisons erneut in Unterzahl wieder, denn Julian Mätschke hatte seinen Handschuh im Gesicht seines Gegenspielers. Bisons-Coach Ken Filbey nahm daraufhin eine Auszeit, um seine Cracks wieder in die richtige Spur zu lenken. Dies gelang auch, denn während die Mannen aus der Kurpfalz den Bisonsgoalie nicht wirklich in Verlegenheit bringen konnte, setzten die Pforzheimer in Person von Steffen Bischoff zu einem schnellen Konter an. Doch er scheiterte an Philipp Jandura, der mittlerweile den Platz zwischen den Pfosten auf Seiten der Mad Dogs eingenommen hatte. Die Bisons waren in einem sehenswerten Spiel immer auf der Höhe und in Überzahl legten sie sogleich nach, denn Steffen Bischoff war erneut zur Stelle und traf zum 7:3 (49.). Bei der nächsten Strafzeit gegen die Mad Dogs hat der Stadionsprecher die Strafe noch nicht ganz durchgesagt, da legten die Bisons nach. Sergej Wittmann traf nach nur sechs Sekunden in Powerplay zum 8:3 (51.). Nur eine Minute später scheiterte Vladimir Viller am Mannheimer Schlussmann, beim Nachschuss wurde er von Daniel Steinke von den Beinen geholt. Diese Hinausstellung wurde von den Mannheimern lautstark kommentiert, so dass sie sich nun ganze zwei Minuten in doppelter Unterzahl gegen das am heutigen Abend starke Powerplay der Bisons gegenübersahen. Doch diesmal konnten die Bisons nicht viel mit dem freien Raum auf dem Eis anfangen und spielten eher die Zeit herunter. Die Bisons erzielten zwar in der 56. Minute noch ein weiteres Tor, doch dies fand wegen eines hohen Stocks keine Anerkennung. Drei Minuten vor dem Ende nutzten die Mad Dogs noch eine Chance durch Kevin Brack zum 4:8. 90 Sekunden vor dem Ende wurde den zahlreichen Zuschauern noch eine kleine Schlägerei auf dem Eis geboten, auf beiden Seiten wurden die Strafbänke gefüllt. So mussten jeweils drei Spieler in der Kühlbox Platznehmen. Wenig später musste auch der Mannheimer Goalie eine Strafzeit hinnehmen, doch da der Torhüter auf dem Eis bleiben muss, wurde ein weiterer Feldspieler auf die Strafbank geschickt. Steffen Bischoff nutzte den sich bietenden Platz und traf mit seinem vierten Treffer am heutigen Abend zum 9:4-Endstand.

 

Nach der Faschingspause geht es für die Bisons am Samstag, 13.02.2016 weiter. Dann treffen sie auf den neuen Tabellenführer, die ESG Esslingen. Spielbeginn in der Neckarstadt ist um 18:45 Uhr. Das nächste Heimspiel folgt am Sonntag, 21.02.2016 gegen die Black Eagles Reutlingen. Der Anpfiff in der St.-Maur-Halle erfolgt wie gewohnt um 18:30 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit freundlicher Genehmigung von Oliver Ihlenfeld