Bisons drehen 0:3-Rückstand

Pforzheim. (ver) - Die Pforzheim Bisons gewinnen das erwartet schwere Spiel vor 150 Zuschauern bei den Eisbären Balingen mit 8:6 (1:3/4:2/3:1).

Beide Mannschaften begannen das Spiel sehr offensiv. Doch etwas Zählbares sollte zunächst nicht herausspringen. Erst in der 10. Minute nutzte Marco Schneider eine Unaufmerksamkeit in der Pforzheimer Defensive zur 1:0-Führung. Das erste Überzahlspiel nutzen die Eisbären sofort; die Bisons standen zu weit vorne und Balingen überspielte die Verteidigung mit einfachen Pässen und Florian Zeiselmeier netzte zum 2:0 für die heimischen Eyachstädter ein (12.). Nur eine Minute später konzentrierten sich drei Verteidiger der Bisons auf den in der Ecke scheibenführenden Eisbär. Durch einen geschickten Pass tauchten die Eisbären erneut allein vor Klaus Graefe auf und so konnte Frank Ebner das 3:0 bejubeln. Erst 29 Sekunden vor der ersten Pause waren die Bisons zum ersten Mal erfolgreich. Vladimir Viller setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte auf den mitgelaufenen Sergej Wittmann, der trocken zum 1:3-Anschluss traf.

Das zweite Drittel begann für die Bisons sehr unglücklich, denn nur 28 Sekunden nach Wiederbeginn traf David Lefelmann zum 4:1 für die Hausherren. Klaus Graefe im Kasten der Bisons machte hier eine unglückliche Figur. Doch dieser Treffer rüttelte das gesamte Team von Trainer Ken Filbey wach, denn nur zwei Minuten später traf Axel Hipp per Onetimer zum 2:4 (23.). Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, doch beide Goalies konnten sich auszeichnen und weitere Gegentreffer verhindern. In der 32. Minute konnte Peter Gorel nach Zuspiel von Sidney Körper das 3:4 aus Sicht der Gäste aus der Goldstadt erzielen. Alexander Schmidt nutzte die Zielstrebigkeit der Bisons in Überzahl zum Ausgleich zum 4:4 (36.). Direkt nach dem Ausgleich der Bisons nahmen die Eisbären Balingen eine Auszeit und Trainer Rafael Popek ordnete seine Spieler neu ein. 150 Sekunden waren noch im zweiten Drittel zu spielen als auf beiden Seiten jeweils ein Spieler auf der Strafbank Platznehmen musste. Nur 40 Sekunden später traf es einen Eisbär und die Bisons traten erneut in Überzahl an. Doch zunächst kam das Powerplay nicht richtig in Fahrt. Als 30 Sekunden später wiederum auf beiden Seiten die Strafbanktüren geöffnet wurden, nahm Bisons-Coach Ken Filbey seine Auszeit und nahm seine Mannen in die Pflicht. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn kurz darauf nahm Steffen Bischoff die schwarze Hartgummischeibe auf und traf zur ersten Führung für die Bisons (39.). Doch diese Führung währte nur kurz, denn Marco Böhm traf noch in der Schlussminute des zweiten Spielabschnitts zum 5:5. Im Schlussabschnitt traf es in einem fairen Spiel mit Willy Kästner einen Spieler des 1.CfR Pforzheim, der eine kleine Strafe absitzen musste. Nun zeigten auch die Eisbären, dass sie in Überzahl gefährlich sein können. Florian Zeiselmeier traf mit seinem zweiten Tor an diesem Abend zur umjubelten 6:5-Führung für die Eisbären (42.). Doch die Bisons waren keineswegs geschockt von diesem erneuten Rückschlag und besannen sich auf ihre eigenen Stärken. So traf Willy Kästner im Powerplay zum erneuten Ausgleich (45.). Zwei weitere Überzahlspiele ließen die Bisons ungenutzt. Erst in der 54. Minute war Brar Momme Rickmers zur Stelle und netzte zur Führung zum 7:6 für die Bisons ein. Dies war bereits der vierte Treffer in Überzahl für die Cracks des 1.CfR Pforzheim. In der Schlussminute probierten die Eisbären nochmal alles und nahmen seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch das Bully gewannen die Bisons und Vladimir Viller markierte mit dem Schuss ins leere Tor den 8:6-Endstand für die Bisons (60.).

 

Am kommenden Sonntag steht das Spitzenspiel der Landesliga an. Dann empfangen die Bisons den Tabellenführer, die Mad Dogs Mannheim, in der heimischen St.-Maur-Halle. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.

Statistik:

 

Tore:

1:0 Schneider (10./EQ), 2:0 Zeiselmeier (12./PP1), 3:0 Ebner (13./EQ), 3:1 Wittmann (20./EQ), 4:1 Lefelmann (21./EQ), 4:2 Hipp (23./EQ), 4:3 Gorel (32./EQ), 4:4 Schmidt (36./PP1), 4:5 Bischoff (39./PP1), 5:5 Böhm (40./EQ), 6:5 Zeiselmeier (42./PP1), 6:6 Kästner (45./PP1), 6:7 Rickmers (54./PP1), 6:8 Viller (60./EN)

 

Strafen:

Eisbären Berlin:                              20

Pforzheim Bisons:                          16

Mit freundlicher Genehmigung von Oliver Ihlenfeld