Baden schlägt Schwaben!

TTBL:ASV Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1

Grünwettersbach. (ver) - Nach drei 0:3 Klatschen in Folge gegen die scheinbar übermächtigen Ochsen stellte der ASV in einem fulminanten Match die Tischtennishierarchie im Ländle auf den Kopf und besiegte die Oberschwaben mit 3:1. Während die Grünwettersbacher gegen Ende der Saison immer besser in Fahrt kommen, konnten die Tischtennisfreunde zwar den 2. Tabellenplatz verteidigen, müssen sich jedoch noch steigern, wollen sie um die Vergabe der Meisterschaft ein gewichtiges Wort mitsprechen.

Das Spiel begann zunächst etwas schleppend, denn Masataka Morizono und Jakub Dyjas lieferten sich ein vorwiegend vom Aufschlag-Rückschlag-Spiel geprägtes Match, das der hoch motivierte Japaner am Ende deutlich mit 3:1 für sich entscheiden konnte.

Im zweiten Match, das deutlich spektakulärer verlief, konnte Dang Qiu, der sich zuletzt stark in den Vordergrund gespielt hatte erneut überzeugen und bis zum 2:2 Satzausgleich gegen die Nr. 15 der Welt, Vizeeuropameister Simon Gauzy, gut mithalten. Doch im Entscheidungssatz lief beim Franzosen einfach alles, so dass Dang die Belohnung für seinen couragierten Auftritt versagt blieb.

Nach der Pause trauten die Zuschauer, die die Halle zunehmend in einen Hexenkessel verwandelten, ihren Augen nicht, denn Alvaro Robles jagte den in der Weltrangliste viel höher platzierten Yuto Muramatsu durch die Box, dass es – zumindest für den ASV-Anhang – eine Freude war.  Am Ende siegte der in Ochsenhausen trainierende Spanier klar mit 3:0 Sätzen und brachte sein Team mit 2:1 in Front.

Im Duell der beiden wieselflinken Spitzenspieler spielte sich dann Masataka Morizono in einen wahren Spielrausch, brachte selbst die stärksten Angriffsschläge von Simon zurück  auf den Tisch und konnte unter dem frenetischen Jubel der Halle seinen 3. Matchball zum 3:0 Sieg verwandeln, was gleichzeitig das 3:1 Endergebnis für den Underdog aus Baden bedeutete.

Durch diesen unerwarteten Sieg konnte sich der ASV am spielfreien Post SV Ochsenhausen vorbei auf Position 6 verbessern.

 

Dem Klassenprimus die Stirn geboten

 

3. Bundesliga:FSV Mainz 05 – ASV Grünwettersbach 2            6:3

 

Achtbar aus der Affaire zog sich die ASV-Reserve beim Tabellenführer in Mainz und hätte mit etwas Glück durchaus in die Punkte kommen können. Bereits in den Doppeln setzte der Klassenprimus ein dickes Ausrufezeichen, denn weder Zibrat/Spieß noch Bluhm/Erlandsen gelang ein Satzgewinn.

In den Einzeln machte dann speziell Jan Zibrat den Hausherren das Leben schwer, denn er gewann hauchdünn gegen Irvin Bertrand und deutlich gegen Felipe Olivares und konnte so seine Rückrundenbilanz auf 9:1 schrauben.

Dagegen blieb Florian Bluhm trotz heftiger Gegenwehr gegen die Mainzer Spitzenspieler ohne Sieg.

Pechvogel des Nachmittags war der erstmals in der Rückrunde eingesetzte Routinier Geir Erlandsen. Sowohl gegen Dennis Müller als auch gegen Kiryl Barabanov wähnte sich der norwegische Rekordmeister auf der Siegesstraße, um dann doch noch jeweils im Entscheidungssatz passen zu müssen.

Marlon Spieß schließlich erspielte den 3. ASV-Punkt in einem engen Viersatzmatch gegen Kiryl Barabanov und rundete damit eine gute ASV-Vorstellung beim designierten Aufsteiger ab.

 

Erneutes Wunder beim Rekordmeister?

 

So. 19.03., 15 Uhr: Borussia Düsseldorf – ASV Grünwettersbach

 

Wunder wiederholen sich bekanntermaßen nur sehr selten! So reist der ASV-Tross gut ein Jahr nach seinem damals sensationellen Sieg beim Rekordmeister auch in dieser Saison als krasser Außenseiter an den Rhein, zumal die Borussia dieser Saison wesentlich stärker einzuschätzen ist als in der letzten Saison. Mit den beiden Schweden Kristian Karlsson und Anton Källberg sowie dem Österreicher Stefan Fegerl, selbstverständlich alle europäische Spitzenspieler und Nationalspieler, wurde in Düsseldorf ein schlagkräftiges Team um „Mr. Tischtennis“ Timo Boll sowie Publikumsliebling Kamal Achanta geformt, das bislang nur eine Niederlage in der TTBL hinnehmen musste und sich bereits für die Playoffs qualifiziert hat.

Zwar konnten auch die Badener in dieser Spielzeit zulegen, doch bereits das Hinspiel im Grünwettersbacher Tischtenniszentrum offenbarte einen beträchtlichen Leistungsunterschied zwischen den beiden Teams, als der ASV beim 1:3 ohne Siegchance war.

Dennoch wollen der vor allem im Doppel zuletzt auf Weltklasseniveau agierende Masataka Morizono, Dang Qiu, der bei den deutschen Meisterschaften den starken Steffen Mengel ausschalten konnte, sowie Alvaro Robles, der zuletzt auf internationalem Parkett für Furore sorgte und nun Spanische Nr. 1 ist, alles versuchen den Favoriten zu ärgern. Ob der am Schlagarm verletzte Sam Walker, der letztjährige Held von Düsseldorf mit von der Partie sein kann ist noch fraglich.

So oder so müsste angesichts der Borussen-Armada schon sehr viel zusammen kommen, will der ASV seinen Geniestreich wiederholen.

 

Zum Doppelspieltag nach Thüringen

 

Sa. 18.03., 15 Uhr: SV SCHOTT Jena – ASV Grünwettersbach 2

So. 19.03., 14 Uhr: Post SV Mühlhausen 2 – ASV Grünwettersbach 2

 

Zu weiteren zwei Auswärtsspielen reist die ASV-Reserve am Wochenende nach Thüringen, wo sie zunächst am Samstag auf das Topteam des SV SCHOTT Jena trifft, ehe am Sonntag die Partie bei der TTBL-Reserve des Post SV Mühlhausen auf dem Programm steht.

Die Jenaer, die über ein ausgesprochen ausgeglichenes Team verfügen, gehen als klarer Favorit in die Partie gegen den ASV, denn der Tabellenvierte konnte schon in der Hinrunde klar gegen die Badener triumphieren. Allerdings fehlte in der Hinrunde der zuletzt überragende Jan Zibrat auf Seiten des ASV, so dass sich unsere Jungs diesmal etwas besser aus der Affaire ziehen sollten, als beim deutlichen 1:6 in der Hinrunde.

Etwas einfacher erscheint die Aufgabe am Sonntag in Mühlhausen zu werden. Doch auch die Postler, die momentan nur einen Punkt vor einem Abstiegsplatz stehen, sind in Bestbesetzung ein harter Brocken. Da das TTBL-Team der Thüringer bereits am Freitagabend in Ochsenhausen antritt, ist damit zu rechnen, dass sie gegen den ASV in Bestbesetzung antreten werden, um den Klassenerhalt früh zu sichern.

So wäre man im Lager des ASV schon froh, die Heimreise aus Thüringen nicht mit gänzlich leeren Händen antreten zu müssen.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Karl-Heinz Fritz