1.000 Kilometer zu Fuß durch den Kaukasus

Extremsportler Norman Bücher läuft erfolgreich vom Schwarzen zum Kaspischen Meer

Karlsruhe. (ver) - Der Karlsruher Extremläufer Norman Bücher hat seine Expedition SEA2SEA erfolgreich beendet. Nach einem dramatischen Lauf erreichte er am 8. Juni 2017 das Kaspische Meer in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Der 39-jährige legte dabei zu Fuß eine Strecke von 1.030 Kilometern und 13.000 Höhenmetern durch Georgien und Aserbaidschan innerhalb von 20 Tagen zurück. Ein Ziehwagen, ähnlich einem Babyjogger, diente ihm dabei als außergewöhnliches Transportsystem seines gesamten Equipments.

Die Expedition SEA2SEA startete am 20. Mai 2017 in der georgischen Hafenstadt Batumi am Schwarzen Meer. Nachdem anfänglich starke Regenfälle und aufgeweichte Wege das Vorhaben des Extremsportlers erschwerten, besserten sich die Bedingungen im Verlauf der Expedition.Am achten Tag verlief sich Bücher und musste einen Umweg von 45 Kilometern in Kauf nehmen. Dennoch konnte er die verlorene Zeit wieder aufholen und seinen Weg wie geplant fortsetzen.

Bücher wurde auf seinem Lauf von der französischen Journalistin Carole Pipolo auf dem Fahrrad begleitet. Die wilde Landschaft des Kaukasus mit seinen bis zu 5.642 Meter hohen Gipfeln war faszinierend und Respekt einflößend zugleich. Besonders die langen Anstiege stellten eine der Härtefaktoren dar. Insgesamt gut 13.000 Höhenmeter lagen auf der Strecke. Mit Ziehwagen und 30 Kilogramm Gewicht – eine extreme Herausforderung.

„Insbesondere die zahlreichen, wunderbaren Begegnungen waren es, die diese Reise so besonders machten“, so Bücher. „Die enorme Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der Menschen dort beeindruckte mich ungemein.“

Nach 20 anstrengenden Etappen und insgesamt 1.030 Kilometern erreichte der 39-jährige Abenteurer das Kaspische Meer in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans. Diese Expedition hat die körperliche und mentale Grenze des Athleten, der seine Erfahrungen auch im Rahmen von Firmenvorträgen weitergibt, erneut auf die Probe gestellt. Ganz nach Büchers Motto: „Die Grenze ist dort, wo die menschliche Vorstellungskraft endet.“

Mit freundlicher Genehmigung von Norman Bücher